Schulpartnerschaft

Oberschule am Leibnizplatz Bremen/ Deutschland
Augustineum Secondary School Windhoek/Namibia

Bremen, Stadt der Kolonien

Bereits in den ersten Jahren des deutschen Kolonialismus engagierte sich die Bremer Kaufmannschaft und Vereine im Kolonisierungsprozess, nachdem von dem Kaufmann Adolf Lüderitz aus Bremen 1883 erste Impulse ausgingen.
Im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements fanden dann auch Vereine und Verbände Interesse und schafften nicht zuletzt in der Errichtung des „Elefanten“ 1932 ein Symbol dafür, dass sich Bremen den Kolonien besonders verbunden fühlte.
Aus Gedenken wurde 1934 Ehrung und 1990 wieder Gedenken – diesmal an die Opfer in den ehemaligen Kolonien. Die Stadt und ihre Verbindung zum globalen Süden unterliegen einem Wandel was die Beziehungen zu seiner Geschichte anbelangt.

In diesem Prozess engagiert sich die Oberschule am Leibnizplatz gemeinsam mit ihrer Partnerschule, der Augustineum Secondary School in Windhoek/ Namibia. Regelmäßige Kontakte und Austausche sollen ergänzt werden durch Reisen von Schüler*innen der beiden Schulen. Unterstützt werden wir von ENSA – dem Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm von Engagement Global gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). ENSA unterstützt uns nicht nur finanziell, sondern begleitet uns auch inhaltlich auf qualifizierten Vor- und Nachbereitungsseminaren. Das ENSA- Programm will internationale und inklusive Räume für Bildung schaffen.

Eine erste Gruppenreise fand 2019 statt, als zehn Schüler*innen der 11.-13. Jahrgänge der OS Leibnizplatz unsere Partner*innen in Windhoek besuchten. Das Thema: Geschichte und Gegenwart der Beziehungen.
Neben sozialen Kontakten und Reisen an die historisch bedeutsamen Orte in Namibia, fand ein Workshop mit der Namibia Media Holding statt. Das Ergebnis: eine umfangreiche Artikelsammlung, gemeinsam erstellt von Schüler*innen beider Schulen, die in der Allgemeinen Zeitung Namibias am 29. August 2019 als Beilage veröffentlicht wurde.
Ein Gegenbesuch im Juni 2020 musste coronabdingt ausfallen.

In einer AG der Jahrgänge 9-13 finden regelmäßige Treffen statt, die sich mit Geschichte und Gegenwart der Beziehungen des globalen Nordens mit dem globalen Süden beschäftigen. Die Gruppe bereitet Treffen der Schulen vor und engagiert sich in der Antragstellung und der Aufrechterhaltung von Kontakten. Auch das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ wird in dieser AG thematisiert.

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